K+M Frühjahrsmesse - 28.02.2008

Auf den Punkt gebracht

Sie ist ein ewiges Brennpunktthema, das gerade in letzter Zeit wieder ausgiebig diskutiert wird: die Berufsrolle des Werbeartikelhändlers. Und wo über Umbrüche in der Branche und sich wandelnde Anforderungsprofile debattiert wird, ist das Thema Hausmessen nicht weit. Kein Wunder, sind diese doch oft Spiegelbild des Selbstverständnisses und letzten Endes der Professionalität eines Händlers. Gut, wenn es da Veranstaltungen gibt, die als Lehrbeispiele fungieren können.

Seit Jahren bewegen sich die K+M Hausmessen auf hohem Niveau. Auch die diesjährige Frühjahrsmesse, die die Obertshausener am 28. Februar 2008 wie üblich in den eigenen Räumen ausrichteten, war nicht nur sowohl für Aussteller als auch für K+M selber ein voller Erfolg, sondern brachte auch die Kompetenzen und Aufgaben eines modernen Werbeartikelberaters auf den Punkt.

Hintergrundinformationen

Einen „Blick hinter die Kulissen“ – so das Versprechen auf dem Einladungsschreiben – erhielten Industriekunden schon vor dem Eintreten ins eigentliche Firmengebäude: In einem eigens aufgebauten Zelt hatten K+M-Partner ihre Maschinen aufgebaut und demonstrierten fachkundig Grundlagen des Sieb- und Tampondrucks, der Lasergravur, der Stick- und Spritzgusstechnik sowie der Fruchtgummiherstellung. Nicht wenige Besucher hielten sich hier erst mal eine ganze Weile auf, ließen sich Maschinen und Zusammenhänge en detail erklären und nahmen live hergestellte oder gebrandete Giveaways mit.

Im Foyer des Firmengebäudes konnten Besucher sich an der Kaffeebar stärken und sich gleichzeitig weiter informieren: Eine kleine Ausstellung gab einen Überblick über ausgewählte und herausragende Werbeartikel-Neuheiten der Saison, während in einer anderen Ecke Beispiele für kundenbezogene Kollektionen zu sehen waren, die K+M in der Vergangenheit realisiert hatte,
darunter etliche Sonderanfertigungen. Zudem gab ein Infostand Auskunft über rechtliche „Fangstricke“ im Zusammenhang mit dem Werbeartikeleinsatz: EU-Normen, TÜV, ÖkoTex- und andere Zertifizierungen. „Mit dem Workshop-Zelt und dem Infostand wollen wir unseren Kunden nicht zuletzt die Produktionsstandorte Deutschland und Europa näher vorstellen und Alternativen zum Chinaimport präsentieren – mitsamt der Vorteile wie schnellerer Lieferzeiten und höherer Qualität“, kommentiert K+M-Geschäftsführer Stéphane Hennig. Soweit die klar herausgestellte und höchst konsequent konzipierte „Händlerseite“.

Gut gelaunte Aussteller

Die Produktshow selber, wie üblich in dem riesigen Showroom des Unternehmens integriert, bot neben einer Fülle von Produkten eine gut gelaunte und hochmotivierte Ausstellerschaft. Nicht wenige der 57 Lieferantenpartner waren mit Geschäftsführern vertreten – Indiz für den Stellenwert, den K+M-Messen in der Branche genießen. Auch gewährten einige ihrerseits einen „Blick hinter die Kulissen“: So hatte elasto form einen 3D-Scanner mitgebracht und erklärte, wie Prototypen für Spritzguss-Sonderanfertigungen entstehen. Mehr als 300 Industriekunden erschienen im Laufe des Tages und füllten die Gänge zwischen den Produktregalen. „Ich habe viele konkrete Anfragen und sogar einige Aufträge erhalten“, berichtet z.B. Anne Pfannmüller von Koziol. Auch Hennig zeigte sich hochzufrieden, wobei er auch im Namen der Aussteller sprach: „Mir haben sogar einige nach der Messe geschrieben und ihre Begeisterung kundgetan.“ Und so ließe sich die eingangs angeschnittene Frage beantworten: Hausmessen ja – wenn sie richtig angegangen werden. So wie diese.

© WA Verlag

Dateien: