K+M Hausmesse - 22.02.2004

15. K+M Hausmesse Unauffällig & routiniert

Es war die 15. Veranstaltung in Obertshausen, die zweite im neuen Rhein-Main-Werbemittelzentrum und die erste unter der Federführung des neuen geschäftsführenden Gesellschafters und Mehrheitseigners Stéphane Hennig.

Ausgerechnet der fehlte krankheitsbedingt, ist aber inzwischen wieder wohlauf. Verpasst hat er eine wie stets qualitativ tadellos organisierte Produkt- und Leistungsshow, bei der auch das Drumherum (Produktmix, Markenartikel,
Betreuung der Besucher, Catering) stimmte. 50 Aussteller (2003: 46) bedeuteten einen Ausstellerrekord und markierten gleichzeitig nach den Worten des Seniorchefs Norbert Hertlein das Limit: „Mehr geht nicht!“

Zu den neuen Ausstellungsgesichtern zählten r.koch, hintz, Nürnberger Spielkarten, Bodenschatz, Tefal-Rowenta-Krups u. a. Mit 300 Besuchern von 199 Firmen verfehlten die Obertshausener das Ergebnis von 2003 (351 Besucher/201 Unternehmen), blieben aber über dem Level von 2002 (274 Besucher/150 Unternehmen). Die Gründe für die leichte Abschwächung der Besucherzahlen sieht Norbert Hertlein in der diesjährigen Einladungspolitik. Wurde bislang kurz vor dem Messestart noch einmal mit einer zweiten Einladung sowie telefonisch gezielt nachgelegt, verzichteten die Hessen diesmal darauf. Laut Seniorchef Hertlein haben die Umsatzsteigerungen
von K+M im Januar und Februar gegenüber dem Vorjahr eine kontinuierliche, zeitaufwendigere Einladungspolitik erschwert. Dementsprechend war der Anteil an Bestandskunden unter den Besuchern außerordentlich hoch. Immerhin rund 20 Besucher erlebten die Veranstaltung als Messedebütanten. „Viele Industriekunden blieben sehr lange hier, sie führten eindringliche Gespräche, wurden konkret und informierten sich projektbezogen“, gibt Hertlein die Beobachtung seiner Crew und seiner Lieferanten wieder. Vereinzelt kam es auch noch während der Messe zu Spontanaufträgen.

Im Trend lagen neben den Sonderanfertigungen (bei K+M rund 50% des Umsatzvolumens) u. a. Textilien in allen Varianten bis hin zu Schirmen und Taschen, Wellnessprodukte, Brillen, Uhren, Reiseaccessoires und pfiffige Kunststoff- und Metallartikel.

Großer Radius

Die Anziehungskraft dieser Veranstaltung ist nach wie vor enorm, wie die vielen Besucher aus den angrenzenden Bundesländern (Bayern, Rheinland-Pfalz, Baden- Württemberg, Nordrhein-Westfalen) zeigen. Auch der Kundenmix überzeugt nach wie vor: Markenartikel-Entscheider aus dem Food- und Consumer Products-Bereich, Pharma, Dienstleister (Kommunikation, Finanzen, Tourismus, Fluglinien und Personenverkehr, Paketdienste), Getränke- und Auto-Industrie etc. „Hier habe ich in konzentrierter Form Produkte, Beratung und Servicekompetenz“, so die schlüssige Kurzanalyse eines Entscheiders, der für einen Markenhersteller aus dem Nahrungsmittelbereich tätig ist. „Etwas, für das ich auf der Ambiente Tage unterwegs sein müsste. Außerdem schätze ich die persönliche Betreuung und die Fähigkeit dieser Agentur, auch die unmöglichen, vielleicht sogar‚verrückten’ Ideen anzugehen.“ Eine Stimme unter vielen, eine, die mehrheitsfähig ist. Das K+M-Team hat viel für diesen Markt getan, das zeigt allein auch der Riesenradius, den die Agentur in Deutschland zieht.

Eine ihrer Stärken war immer auch ihre Wandlungsfähigkeit. Davon profitiert
nicht zuletzt auch ihre Hausmesse als Marketinginstrument. An diese Tradition
wird man in der Vorbereitung der 16. Hausmesse in 2005 anknüpfen.

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