Statement von Stéphane Hennig, Geschäftsführer K+M Werbemittel

Branchenmonitor 2012

Wie schätzen Sie die derzeitige konjunkturelle Entwicklung ein?
Wir sind mit der diesjährigen Entwicklung im Großen und Ganzen zufrieden, auch wenn es im Verlauf des Jahres einige heftige Schwankungen gegeben hat. Wir werden nicht mehr nur von Urlaubszeiten oder Sommerloch beeinflusst, auch die politischen Entwicklungen sorgen z.T. dafür, dass die Nachfrage von einem Tag auf den anderen plötzlich abbricht und erst ein paar Wochen später wieder Fahrt aufnimmt. Wenn der DAX schwankt oder die Lage in Griechenland mal wieder kritisch wird, reagiert die Wirtschaft mit Budgetstops, und wir sind oft die Ersten, die das zu spüren bekommen. Trotzdem sind wir optimistisch und hoffen auf eine positive Entwicklung und Stabilisierung für 2013.

Lassen sich Werbeartikel in manchen Branchen besser einsetzen als in anderen?
Meiner  Meinung nach gibt es für jede Branche einen passenden Werbeartikel. Natürlich werden Standardprodukte wie Kugelschreiber oder Feuerzeuge über alle Branchen hinweg eingesetzt, aber darüber hinaus hat jede Branche ihre eigenen Anforderungen. Unser Kundenstamm umfasst alle Branchen, und um hier jeweils gezielt beraten zu können ist es wichtig, die Zielgruppe und das Ziel des Projektes zu kennen. Dann muss man „nur noch“ kreativ sein, auch mal querdenken, um mit dem Werbeartikel den richtigen Erfolg zu erzielen. Die Ansprüche an qualitativ hochwertige Artikel und an den Service des Händlers steigen dabei stetig. Aber nach meiner Erfahrung ist der Werbeartikel bei den Unternehmen eine feste Größe im Marketingmix.

Können Sie im Normalfall den Bedarf Ihrer Kunden mit Ihrem vorhandenen Sortiment bedienen oder werden eher Sonderanfertigungen gefragt?
Der Kunde selber kommt in der Regel gar nicht mit einer so speziellen Vorstellung zu uns. Er nennt uns sein Ziel, seinen Zeitrahmen, sein Budget, und wir überlegen dann gemeinsam, welcher Artikel dazu passt und ob wir diesen aus dem Portfolio anbieten können oder eigens für ihn entwickeln. Die Markenartikler und Importeure bieten heute eine breite Palette von Artikeln und darüber hinaus eine sehr gute Lieferfähigkeit. Es ist immer ein passender Artikel zu finden, der oft in kürzester Zeit gebrandet geliefert werden kann. Eine steigende Anzahl unserer Kunden aber sucht den besonderen Artikel, der zu seinem Produkt und seiner CI passt. Hier ist Kreativität gefragt, für jede Branche und jedes Marketingziel lässt sich etwas Spezifisches entwickeln. Und selbst aus dem Standard lässt sich manchmal durch kleine Veränderungen oder Ergänzungen etwas Besonderes machen.

Ist der Werbeartikel bei Marketingentscheidern und Einkäufern aus der Industrie gut positioniert?
Der Verbraucher wird im Bereich Multimedia- und Printwerbung geradezu überflutet mit Botschaften, die Werbemaßnahmen stoßen aber oft auf wenig Akzeptanz. Jeder kennt das: Der Werbeblock im Fernsehen beginnt, und schon wird umgeschaltet. Ein guter Werbeartikel dagegen generiert immer auch einen Aha-Effekt beim Empfänger. Ist er qualitativ wertig und hat dann noch einen Nutzen, wird der Beschenkte positiv an das Unternehmen erinnert – und dies oft über einen langen Zeitraum. Dieses Wissen ist unserer Erfahrung nach bei Marketingentscheidern und Einkäufern fest im Kopf verankert, und deshalb wird der Werbeartikel immer ein wichtiges Instrument bleiben. In Zeiten der Nachhaltigkeit überzeugen hier im Moment auch wieder verstärkt qualitativ hochwertige Werbeartikel.

Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit den Industriekunden wichtig und wie werden Sie dabei von den Lieferanten unterstützt?
Uns gibt es seit mehr als 85 Jahren, und selbstverständlich haben wir sehr gute Geschäftspartner sowohl auf Lieferanten- als auch auf Kundenseite. Sich Zeit zu nehmen, um den Kunden verstehen zu können und zielorientiert eine Lösung zu erarbeiten, das ist unsere Aufgabe. Die Kommunikation ist dabei das A und O! Je besser man einen Kunden kennt, desto spezifischer kann man ihn auch beraten. Unterstützt werden wir von unseren Lieferantenpartnern mit Katalogen – meist Onlinekataloge –, Beratung und Mustern. Und oft auch einfach damit, Dinge zu leisten, die schier unmöglich scheinen, z. B. Lieferzeiten zu realisieren, die eigentlich nicht zu schaffen sind. Partnerschaft, Professionalität und Qualität sind hier Schlüsselelemente.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung WA Werbeartikel Verlag © 2012
(blau unterlegter Text)